Rudi Carrell Krankheit: Lungenkrebs, Diagnose und sein Tod 2006

Stand: September 2026 · geprüft von der Redaktion · Lesezeit: 7 Minuten

Rudi Carrell hatte Lungenkrebs. Die Diagnose bekam der Entertainer im Frühjahr 2005. Am 7. Juli 2006 starb er im Klinikum Bremen-Ost im Alter von 71 Jahren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rudi Carrell erkrankte an Lungenkrebs. Die Diagnose fiel im Frühjahr 2005.
  • Er galt als Kettenraucher und rauchte bis zu zwei Schachteln am Tag.
  • Am 7. Juli 2006 starb er mit 71 Jahren im Klinikum Bremen-Ost.
  • Sein letzter Fernsehauftritt war die Goldene Kamera am 2. Februar 2006 in Berlin.

Welche Krankheit hatte Rudi Carrell?

Rudi Carrell erkrankte an Lungenkrebs. Die Ärzte stellten den Befund im Frühjahr 2005. Kurz darauf begann eine Behandlung mit Chemotherapie. Über seinen Zustand sprach der Entertainer damals kaum. Öffentlich sichtbar wurde die Erkrankung erst im Februar 2006, als er stark abgemagert vor die Kameras trat.

Lungenkrebs entsteht, wenn Zellen im Lungengewebe unkontrolliert wachsen. Die Erkrankung macht lange kaum Beschwerden. Husten, Atemnot oder Gewichtsverlust zeigen sich oft erst spät. Viele Betroffene erhalten ihren Befund deshalb in einem fortgeschrittenen Stadium.

Die Diagnose im Frühjahr 2005

Im Frühjahr 2005 stand der Befund fest. Carrell war zu diesem Zeitpunkt 70 Jahre alt. Bis kurz zuvor hatte er noch die Comedyshow „7 Tage, 7 Köpfe“ produziert. Die Chemotherapie folgte rasch auf die Diagnose.

Überrascht habe ihn der Krebs nicht, sagte er im März 2006. Ein Satz aus dieser Zeit zeigt seine Haltung: „Hätte ich eigentlich schon längst haben müssen!“ Carrell führte die Erkrankung selbst auf sein jahrzehntelanges Rauchen zurück.

Kurzantwort: Rudi Carrell erkrankte an Lungenkrebs. Die Diagnose fiel im Frühjahr 2005, gut ein Jahr vor seinem Tod im Juli 2006.

Kettenraucher: bis zu zwei Schachteln am Tag

Carrell rauchte über Jahrzehnte. Kollegen beschrieben ihn als Kettenraucher. Bis zu zwei Schachteln Zigaretten am Tag gehörten zu seinem Alltag. Sein Büro war dauerhaft verraucht. Den Griff zur Zigarette begründete er mit dem Druck seiner Arbeit.

Dazu kamen lange Produktionstage ohne feste Mahlzeiten. Carrell galt als extrem diszipliniert. Über seine Arbeitsmoral sagte er selbst, er sei ein klassischer Preuße. Diese Härte gegen sich selbst prägte sein Berufsleben.

Behandlung und der letzte Auftritt bei der Goldenen Kamera

Nach der Diagnose zog sich Carrell weitgehend zurück. Öffentliche Termine wurden selten. Die Krankheit zeichnete ihn deutlich. Er verlor stark an Gewicht, seine Stimme veränderte sich hörbar.

Am 2. Februar 2006 kam er noch einmal nach Berlin. Dort nahm er den Ehrenpreis der Goldenen Kamera für sein Lebenswerk entgegen. Millionen Zuschauer sahen einen sichtlich geschwächten Mann. Es blieb sein letzter Fernsehauftritt.

Fragen zur Gesundheit bekannter Fernsehgesichter beschäftigen das Publikum bis heute. Ähnliches Interesse gilt Frank Elstner und Susanne Stichler.

Der Tod am 7. Juli 2006 im Klinikum Bremen-Ost

Eine Woche vor seinem Tod kam Carrell zu einer Routineuntersuchung ins Klinikum Bremen-Ost. Er blieb ansprechbar und verfolgte im Fernsehen die Halbfinalspiele der Fußball-Weltmeisterschaft. Für den 7. Juli 2006 war seine Entlassung geplant.

An diesem Tag starb er. Nach Angaben seines Schwiegersohns Dieter Klar schlief Carrell friedlich ein und hatte bis zuletzt keine Schmerzen. Die Familie hatte sich zuvor verabschiedet. Nur sein Sohn Alexander fehlte, er hielt sich in Australien auf.

Kurzantwort: Rudi Carrell starb am 7. Juli 2006 im Klinikum Bremen-Ost an den Folgen seiner Lungenkrebserkrankung. Er wurde 71 Jahre alt.

Abschied im engsten Kreis und das Grab in Heiligenfelde

Eine öffentliche Trauerfeier wollte Carrell nicht. Diesen Wunsch hatte er zu Lebzeiten klar geäußert. Die Familie hielt sich daran und nahm im engsten Kreis Abschied.

Zu diesem Kreis gehörten Kinder aus zwei Ehen. Aus der Verbindung mit Truus de Vries stammen die Töchter Annemieke und Caroline. Seine zweite Frau Anke Bobbert heiratete er 1974, sie starb im Jahr 2000. Der gemeinsame Sohn Alexander kam 1977 zur Welt. Im Februar 2001 heiratete Carrell ein drittes Mal, seine Witwe heißt Simone Felischak.

Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof in Heiligenfelde bei Syke. Der Ort liegt wenige Kilometer von Gut Wachendorf entfernt, seinem Zuhause seit 1975. Auf dem Grabstein steht ein Satz über diese Gegend: „Diese Landschaft ist ein Paradies. Hier war ich zu Hause.“

Reaktionen auf den Tod des Entertainers

Der Tod des Showmasters bewegte die Fernsehbranche. Der damalige WDR-Intendant Fritz Pleitgen würdigte Carrell noch am selben Tag. Über drei Jahrzehnte habe der Entertainer die Unterhaltung der ARD geprägt. Seine Sendungen nannte Pleitgen Publikumsmagnete, die Fernsehgeschichte geschrieben hätten.

Auch in den Niederlanden nahm man Anteil. Dort hatte Carrell seine Laufbahn begonnen, ehe er nach Bremen wechselte. Königin Beatrix hatte ihn 2001 zum Ritter im Orden vom Niederländischen Löwen ernannt. Im selben Jahr erhielt er in der Schweiz die Ehrenrose von Montreux.

Das Lebenswerk: 30 Millionen Zuschauer am Samstagabend

Rudi Carrell kam am 19. Dezember 1934 in Alkmaar zur Welt. Sein bürgerlicher Name lautete Rudolf Wijbrand Kesselaar. Vater und Großvater arbeiteten bereits im Showgeschäft. Mit 17 Jahren stand er selbst zum ersten Mal auf der Bühne. 1959 gelang ihm in den Niederlanden der Durchbruch, ein selbst gestalteter Fernsehauftritt machte ihn über Nacht bekannt.

1965 holte ihn Radio Bremen nach Deutschland. In den Studios an der Weser entstand die deutsche Fassung der „Rudi Carrell Show“. Es folgten „Am laufenden Band“, „Die verflixte 7“ und „Laß Dich überraschen“. „Am laufenden Band“ erreichte in den 1970er-Jahren bis zu 30 Millionen Zuschauer.

Carrell prägte den deutschen Samstagabend über drei Jahrzehnte. 1975 landete er mit „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ einen Hit. 1985 bekam er das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. 1992 warb er im Fernsehen für die neuen Postleitzahlen. Ab 1997 produzierte er die Comedyshow „7 Tage, 7 Köpfe“.

Nicht alles gelang ihm. „Rudis Tagesshow“ lief ab 1981 im Ersten. Ein Sketch über den iranischen Revolutionsführer Chomeini löste 1987 eine diplomatische Krise aus. Auch hinter den Kulissen galt Carrell als schwierig. Über sein Verhalten im Studio urteilte er später selbstkritisch und entschuldigte sich bei Mitarbeitern.

Lungenkrebs in Deutschland: Rauchen bleibt das größte Risiko

Der Fall Carrell steht für ein verbreitetes Muster. Rauchen gilt als wichtigster Risikofaktor für Lungenkrebs. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums nennt dazu klare Zahlen. Etwa 9 von 10 Männern mit Lungenkrebs haben die Krankheit vermutlich durch das Rauchen bekommen. Bei Frauen sind es etwa 8 von 10 Betroffenen.

Andere Ursachen spielen eine kleinere Rolle. Auf krebserregende Stoffe am Arbeitsplatz gehen laut Krebsinformationsdienst etwa 9 bis 15 von 100 Lungenkrebserkrankungen zurück. Carrell benannte den Zusammenhang mit dem Rauchen bei sich selbst offen.

Fazit

Rudi Carrell starb an Lungenkrebs. Die Diagnose bekam er im Frühjahr 2005, sein Tod folgte am 7. Juli 2006 im Klinikum Bremen-Ost. Er wurde 71 Jahre alt. Die Erkrankung führte er selbst auf sein jahrzehntelanges Rauchen zurück. Sein letzter Fernsehauftritt am 2. Februar 2006 zeigte einen schwer gezeichneten Mann bei der Verleihung der Goldenen Kamera. Geblieben ist ein Lebenswerk, das den deutschen Samstagabend über drei Jahrzehnte geprägt hat.

FAQ – Häufige Fragen

Welche Krankheit hatte Rudi Carrell?

Rudi Carrell hatte Lungenkrebs. Die Diagnose stellten Ärzte im Frühjahr 2005, danach folgte eine Chemotherapie.

Woran ist Rudi Carrell gestorben?

Er starb an den Folgen seiner Lungenkrebserkrankung. Als Ursache galt sein jahrzehntelanger Zigarettenkonsum.

Wann ist Rudi Carrell gestorben?

Am 7. Juli 2006. Der Tod trat rund ein Jahr nach der Diagnose ein.

Wo ist Rudi Carrell gestorben?

Im Klinikum Bremen-Ost. Dort lag er seit einer Routineuntersuchung eine Woche vor seinem Tod.

Wie alt wurde Rudi Carrell?

71 Jahre. Geboren wurde er am 19. Dezember 1934 im niederländischen Alkmaar.

Hat Rudi Carrell geraucht?

Ja. Er galt als Kettenraucher und kam auf bis zu zwei Schachteln Zigaretten am Tag.

Wann hatte Rudi Carrell seinen letzten Auftritt?

Am 2. Februar 2006 in Berlin. Dort nahm er den Ehrenpreis der Goldenen Kamera für sein Lebenswerk entgegen.

Wo liegt das Grab von Rudi Carrell?

Auf dem Friedhof in Heiligenfelde bei Syke in Niedersachsen. Der Ort liegt nahe seinem Wohnsitz Gut Wachendorf.

Gab es eine öffentliche Trauerfeier?

Nein. Carrell hatte sich das ausdrücklich verbeten, die Familie nahm im engsten Kreis Abschied.

Welche Sendungen machten Rudi Carrell bekannt?

Vor allem „Die Rudi Carrell Show“, „Am laufenden Band“, „Rudis Tagesshow“, „Die verflixte 7“ und „Laß Dich überraschen“.

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Quellen

Geschrieben von Clara, Redaktion promiradar.de – recherchiert Gesundheits- und Karrierethemen bekannter Persönlichkeiten und prüft jede Angabe an öffentlich belegten Quellen.

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