Karl Dall

Karl Dall Krankheit: Todesursache und letzte Lebensjahre

Stand: September 2026 · geprüft von der Redaktion · Lesezeit: 7 Minuten

Foto: Manfred Werner (Tsui) · CC BY-SA 3.0 · via Wikimedia Commons

Karl Dall litt vor seinem Tod nicht an einer öffentlich bekannten Krankheit. Der Komiker starb am 23. November 2020 im Alter von 79 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls mit Hirnblutungen. Er hatte den Schlaganfall zwölf Tage zuvor bei Dreharbeiten zur ARD-Serie „Rote Rosen“ in Lüneburg erlitten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Karl Dall starb am 23. November 2020 im Alter von 79 Jahren.
  • Die Todesursache war ein Schlaganfall mit Hirnblutungen.
  • Er erlitt den Schlaganfall am 11. November 2020 bei Dreharbeiten in Lüneburg.
  • Eine chronische Vorerkrankung ist öffentlich nicht bekannt.

Woran ist Karl Dall gestorben?

Karl Dall starb am 23. November 2020 in Lüneburg. Die Ursache war ein Schlaganfall mit Hirnblutungen. Zwölf Tage zuvor hatte ihn der Schlaganfall während der Arbeit an einer neuen Fernsehrolle getroffen. Trotz intensivmedizinischer Behandlung erholte er sich nicht mehr. Seine Familie teilte mit, er sei friedlich eingeschlafen, ohne noch einmal das Bewusstsein wiederzuerlangen. In einer gemeinsamen Erklärung nannte die Familie ihn „außergewöhnlich liebenswert und nett“, weit über seine Rolle als Komiker hinaus.

Der Schlaganfall bei den Dreharbeiten zu „Rote Rosen“

Anfang November 2020 übernahm Karl Dall die Rolle des Altrockers Richie Sky in der ARD-Telenovela „Rote Rosen“. Die Serie wird in Lüneburg gedreht. Am 11. November 2020 erlitt er während dieser Dreharbeiten den Schlaganfall. Ärzte diagnostizierten zusätzlich Hirnblutungen. Das Rollenengagement wurde damit ungewollt zu seinem letzten Fernsehauftritt.

Kurzantwort: Karl Dall erlitt den Schlaganfall am 11. November 2020 während der Dreharbeiten zur ARD-Serie „Rote Rosen“ in Lüneburg. Er verlor das Bewusstsein und wachte nicht wieder auf.

Die letzten zwölf Tage

Nach dem Schlaganfall kämpften Ärzte zwölf Tage lang um Karl Dalls Leben. Sie setzten alle verfügbaren intensivmedizinischen Mittel ein. Karl Dall reagierte darauf nicht mehr. Am 23. November 2020 starb er, ohne das Bewusstsein zwischenzeitlich wiedererlangt zu haben. Seine Managerin Ute Shaw beschrieb seinen Tod als friedlich. Auch die Familie betonte, er sei ohne Leiden gestorben. Die Nachricht von seinem Tod erreichte Fans und Kollegen kurz nach dem Wochenende und löste bundesweit Anteilnahme aus.

Karl Dalls markantes Zeichen: die angeborene Lidmuskelschwäche

Ein Detail aus Karl Dalls Gesundheit reicht weit vor seinen Tod zurück und hat mit dem Schlaganfall nichts zu tun. Sein rechtes Augenlid hing sichtbar herab. Ursache dafür war eine angeborene Lidmuskelschwäche. Aus diesem körperlichen Merkmal machte Dall über Jahrzehnte sein Markenzeichen. Das hängende Auge wurde zum Wiedererkennungssignal seiner komödiantischen Figur. Anders als der Schlaganfall am Lebensende war diese Auffälligkeit keine Krankheit im eigentlichen Sinn, sondern eine körperliche Besonderheit von Geburt an, mit der Dall Zeit seines Lebens selbstbewusst umging.

Vom Schriftsetzer zum Nonsens-König: Karl Dalls frühe Karriere

Karl Dall wurde am 1. Februar 1941 in Emden geboren. Er brach die Schule nach der zehnten Klasse ab und lernte den Beruf des Schriftsetzers in einer Druckerei in Leer. Später zog er nach Berlin und sammelte in Kneipen und auf kleinen Kabarettbühnen in Kreuzberg erste Erfahrungen mit Publikum und Bühnenpräsenz. 1967 gründete er gemeinsam mit Ingo Insterburg, Jürgen Barz und Peter Ehlebracht die Komikergruppe Insterburg & Co. Die Gruppe blieb bis in die späten 1970er-Jahre aktiv. Mit TV-Auftritten in der Musiksendung „Musikladen“ prägte sie den deutschen Nonsens-Humor jener Zeit. Karl Dall gehörte selbst zu den Mitbegründern von „Musikladen“ bei Radio Bremen und blieb der Sendung über Jahre verbunden.

Filme, Bücher und Bühnenprogramme

Neben dem Fernsehen war Karl Dall auch auf der Kinoleinwand und der Theaterbühne aktiv. 1983 übernahm er die Hauptrolle in der Komödie „Sunshine Reggae auf Ibiza“. Auf der Bühne zeigte er die Soloprogramme „Lach dich schlapp“ und „Karl Dall – live“, mit denen er jahrelang durch Deutschland tourte. 2006 veröffentlichte er seine Autobiografie „Auge zu und durch“, in der er auf sein Leben und seine Karriere zurückblickte. Auch als Schriftsteller und Bühnenkünstler blieb Dall damit über Jahrzehnte präsent, weit über seine bekannten Fernsehrollen hinaus.

TV-Karriere: Von „Verstehen Sie Spaß?“ bis „Dall-As“

Ab 1983 gehörte Karl Dall sieben Jahre lang zum festen Ensemble von „Verstehen Sie Spaß?“. Dort spielte er einen chaotischen Filmvorführer und Spaßanrufer, der ahnungslose Kandidaten mit skurrilen Telefonstreichen zum Lachen brachte. Diese Rolle machte ihn deutschlandweit bekannt und öffnete ihm die Tür zu weiteren eigenen Formaten. 1985 startete seine eigene Sendung „Dall-As“ bei RTLplus, die bis 1991 lief. Von 1992 bis 1994 moderierte er „Jux und Dallerei“ bei Sat.1. Weitere Formate wie „Koffer Hoffer“ bei Tele 5 und „Karls Kneipe“ folgten. Auch andere TV-Gesichter jener Ära, etwa Hella von Sinnen, prägten das deutsche Nonsens-Fernsehen der Achtziger- und Neunzigerjahre.

Karl Dalls letzte Jahre und sein letztes TV-Engagement

Auch im hohen Alter blieb Karl Dall aktiv. 2012 stand er mit dem Ein-Mann-Theaterstück „Der Opa“ auf der Bühne. 2016 übernahm er eine Rolle in der Comedyserie „OGOT – Old Guys on Tour“. Ähnlich wie Lilo Wanders, die ebenfalls aus der RTLplus-Ära stammt, arbeitete Dall bis ins hohe Alter weiter. Sein letztes Engagement war die Rolle des Richie Sky in „Rote Rosen“ im November 2020. Damit stand er kurz vor seinem Tod noch immer vor der Kamera, statt sich aus dem Berufsleben zurückzuziehen.

Kurzantwort: Karl Dalls letztes TV-Engagement war die Rolle des Altrockers Richie Sky in der ARD-Serie „Rote Rosen“, die er Anfang November 2020 übernahm.

Reaktionen auf Karl Dalls Tod

Nach der Todesnachricht meldeten sich zahlreiche Weggefährten und Fans zu Wort. Medien würdigten Dall als Wegbereiter des deutschen Nonsens-Humors und erinnerten an seine über fünf Jahrzehnte lange Karriere vor der Kamera und auf der Bühne. Seine Familie bat um Verständnis für die Trauerzeit und dankte für die Anteilnahme. Karl Dall hinterließ seine Ehefrau, eine Tochter und eine Enkelin. Weggefährten hoben in ihren Nachrufen vor allem seine Warmherzigkeit und seinen eigenwilligen Humor hervor, mit dem er über Jahrzehnte ein Millionenpublikum unterhalten hatte.

Fazit

Karl Dall starb nicht an einer langjährigen Krankheit. Ein plötzlicher Schlaganfall mit Hirnblutungen beendete am 23. November 2020 sein Leben, zwölf Tage nachdem er ihn bei Dreharbeiten zu „Rote Rosen“ in Lüneburg erlitten hatte. Bekannt blieb er als Mitbegründer des feinen Nonsens-Talks und als Gesicht von Sendungen wie „Dall-As“ und „Verstehen Sie Spaß?“. Sein hängendes Augenlid, Folge einer angeborenen Lidmuskelschwäche, blieb bis zuletzt sein Markenzeichen. Bis in seine letzten Lebenswochen stand er für neue Rollen vor der Kamera und blieb damit ein aktiver Teil der deutschen Fernsehlandschaft.

FAQ – Häufige Fragen

Woran ist Karl Dall gestorben?

Karl Dall starb an den Folgen eines Schlaganfalls mit Hirnblutungen. Er hatte diesen am 11. November 2020 bei Dreharbeiten in Lüneburg erlitten.

Wann ist Karl Dall gestorben?

Karl Dall starb am 23. November 2020 im Alter von 79 Jahren.

Wie alt wurde Karl Dall?

Karl Dall wurde 79 Jahre alt. Er kam am 1. Februar 1941 in Emden zur Welt.

Wo erlitt Karl Dall den Schlaganfall?

Der Schlaganfall ereignete sich in Lüneburg, während der Dreharbeiten zur ARD-Serie „Rote Rosen“.

Hatte Karl Dall vor seinem Tod eine bekannte Krankheit?

Eine chronische oder langjährige Krankheit ist öffentlich nicht bekannt. Sein Tod folgte einem plötzlichen Schlaganfall.

Was war Karl Dalls letztes TV-Projekt?

Sein letztes Projekt war die Rolle des Altrockers Richie Sky in der ARD-Telenovela „Rote Rosen“, die er Anfang November 2020 übernahm.

Wie wurde Karl Dall bekannt?

Bekannt wurde er 1967 als Mitgründer der Komikergruppe Insterburg & Co und später mit eigenen Sendungen wie „Dall-As“ und „Jux und Dallerei“.

Warum hatte Karl Dall ein hängendes Augenlid?

Das hängende rechte Augenlid war angeboren. Ursache war eine Lidmuskelschwäche, die zu seinem Markenzeichen wurde.

Wer hinterlässt Karl Dall?

Karl Dall hinterließ seine Ehefrau, eine Tochter und eine Enkelin.

In welcher Sendung wurde Karl Dall besonders bekannt?

Große Bekanntheit brachte ihm die Rolle des chaotischen Filmvorführers in „Verstehen Sie Spaß?“ zwischen 1983 und 1990.

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Quellen

Geschrieben von Bella, Redaktion promiradar.de – recherchiert und schreibt über bekannte deutsche TV- und Show-Persönlichkeiten.

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