Boris Becker Krankheit: Was zur Gesundheit der Tennis-Legende belegt ist

Stand: September 2026 · geprüft von der Redaktion · Lesezeit: 7 Minuten

Für Boris Becker ist keine schwere Krankheit öffentlich bestätigt. Belegt sind die orthopädischen Spätfolgen seiner Tenniskarriere. Dazu zählen zwei künstliche Hüftgelenke, ein lädiertes Knie und ein weitgehend versteiftes rechtes Sprunggelenk. 2018 ließ Becker sich zudem ein Basaliom entfernen, eine Form von weißem Hautkrebs.

Das Wichtigste in Kürze

  • Keine schwere Erkrankung ist öffentlich bestätigt.
  • Becker trägt seit 2010 und 2014 zwei künstliche Hüftgelenke.
  • 2018 entfernte ein Hautarzt ihm ein Basaliom im Gesicht.
  • Becker lebt in Mailand und arbeitet als Tennisexperte und Autor.

Ist Boris Becker krank? Der Stand im September 2026

Die Suche nach „Boris Becker Krankheit“ läuft seit Jahren. Eine bestätigte schwere Diagnose steht nicht dahinter. Becker hat nie eine chronische Erkrankung öffentlich gemacht. Er spricht offen über die Schäden an seinen Gelenken. Von einer Krankheit im engeren Sinn ist dabei nie die Rede.

Seine Beschwerden stammen aus der Zeit als Profi. Der Becker-Hecht, die harten Aufschläge, die Jahre auf Rasen und Hartplatz kosteten Substanz. Heute zeigt sich die Rechnung an Hüfte, Knie und Sprunggelenk. Becker selbst hat das mehrfach beschrieben.

Wichtig bleibt die Trennung zweier Ebenen. Verschleiß nach einer Sportlerkarriere gilt medizinisch als Folgeschaden. Eine Krankheit im klassischen Sinn hat Becker nie bestätigt. Wer beide Ebenen vermischt, erzeugt ein falsches Bild.

Kurzantwort: Boris Becker leidet an keiner bestätigten schweren Krankheit. Belegt sind Verschleißschäden an Hüfte, Knie und Sprunggelenk sowie ein 2018 entferntes Basaliom.

Boris Beckers Gesundheit: Was öffentlich belegt ist

Becker hat seine Beschwerden in Interviews und Büchern selbst benannt. Die folgenden Punkte sind durch Berichte deutscher Medien gedeckt.

  • Erstes künstliches Hüftgelenk 2010, das zweite folgte 2014.
  • Ein lädiertes Knie und ein weitgehend versteiftes rechtes Sprunggelenk.
  • Wiederkehrende Schleimbeutelentzündungen am Ellenbogen.
  • Ein Meniskusriss 2024 bei Dreharbeiten für eine Netflix-Show.
  • Ein Basaliom im Gesicht, 2018 ambulant entfernt.

Alles Weitere bleibt Spekulation. Weder Becker noch seine Familie haben eine andere Diagnose öffentlich gemacht.

Zwei künstliche Hüften und ein steifes Sprunggelenk

Becker bekam 2010 sein erstes künstliches Hüftgelenk. Vier Jahre später ersetzten Ärzte auch die andere Seite. Sein rechtes Sprunggelenk ist weitgehend versteift. Enge Schuhe bereiten ihm deshalb zeitweise Probleme. Sein Gangbild wirkt seit Jahren unregelmäßig.

Die Folgen fasste Becker in einem Satz zusammen. „Ich war etwa 1,93 Meter groß. Jetzt bin ich wegen meiner Hüft-, Knie- und Knöcheloperationen nur noch 1,85 Meter groß.“ Schon 2018 nannte er seinen Körper ein „Schlachtfeld“. Die Verletzungen bezeichnete er als „Narben des Krieges“.

Schmerzmittel gehören für ihn zum Alltag. Das hat er in mehreren Interviews eingeräumt. Ein Heilungsversprechen gibt es bei diesem Verschleiß nicht. Prothesen halten das Gelenk stabil. Den alten Zustand stellen sie nicht wieder her.

Ein Grund liegt in seinem Spielstil. Becker warf sich für jeden Ball auf den Boden. Der Becker-Hecht wurde sein Markenzeichen. Jede Landung ging auf Hüfte, Knie und Schulter. Dazu kam ein Aufschlag, der den ganzen Körper belastete.

Der Meniskusriss von 2024

2024 kam eine frische Verletzung dazu. Becker drehte für die Netflix-Show „Bear Hunt“ und stürzte im Wald. „Ich bin im Wald ausgerutscht und habe mir den Meniskus gerissen. Die Schmerzen waren fürchterlich“, sagte er später. Getroffen hat es ein Knie, das ohnehin vorbelastet war.

Der Riss erklärt einige Bilder aus dieser Zeit. Becker zeigte sich zeitweise mit Gehhilfe. Daraus entstanden prompt neue Krankheitsschlagzeilen.

Hautkrebs 2018: Das Basaliom im Gesicht

Im September 2018 erschien Becker auf dem Oktoberfest mit einem Pflaster im Gesicht. Zuerst kursierten Prügel-Gerüchte. Becker klärte den Hintergrund selbst auf. Der „Bild“ sagte er: „Ich war am Montag beim Hautarzt, mir wurde ein Basaliom weggeschnitten.“

Ein Basaliom gilt als häufigste Form von weißem Hautkrebs. Es wächst langsam und streut nur äußerst selten. Ärzte entfernen es in der Regel ambulant. Becker nannte den Eingriff eine Routinesache. Eine weitere Krebsdiagnose hat er seither nicht öffentlich gemacht.

Warum die Krankheitsgerüchte um Boris Becker nicht abreißen

Becker steht seit seinem 17. Lebensjahr in der Öffentlichkeit. Jedes Foto wird gedeutet. Ein geschwollener Ellenbogen, eine Krücke, ein müder Blick – daraus werden schnell Schlagzeilen. Sein Körper trägt die Spuren sichtbar vor sich her.

Dazu kommt der Klickmarkt. Titel wie „Traurige Nachrichten“ oder „So krank ist er wirklich“ versprechen mehr, als der Text danach hält. Solche Suchwellen treffen viele bekannte Namen. Ähnliche Muster zeigen sich rund um Hape Kerkeling, Kai Pflaume und Roland Trettl.

Ein einfacher Test hilft weiter. Wer eine Diagnose behauptet, muss eine Quelle nennen. Fehlt ein Zitat, ein Interview oder eine Mitteilung, bleibt die Meldung eine Vermutung. Bei Becker führen viele Schlagzeilen genau zu diesem Punkt zurück.

Kurzantwort: Die Gerüchte speisen sich aus Fotos und aus Beckers sichtbaren Gelenkproblemen. Eine neue Diagnose hat er seit 2018 nicht öffentlich gemacht.

Insolvenz, Haft und die Zeit danach

Becker meldete im Juni 2017 in Großbritannien Insolvenz an. Im April 2022 verurteilte ihn ein Londoner Gericht zu zweieinhalb Jahren Haft. Schuldig sprach ihn das Gericht in vier von 24 Anklagepunkten. Er hatte Vermögenswerte vor dem Insolvenzverwalter verschwiegen.

Am 15. Dezember 2022 kam Becker frei. Die britischen Behörden schoben ihn nach Deutschland ab. Rund siebeneinhalb Monate verbrachte er in den Gefängnissen Wandsworth und Huntercombe. Im Mai 2024 hob ein britisches Gericht seine Privatinsolvenz auf.

2025 verarbeitete Becker die Haft in seinem Buch „Inside“. Darin erklärt er auch, wohin das verschwiegene Geld floss. „Ich habe Unterhaltszahlungen an meine Ex-Frau und an meine Kinder geleistet und Geld für eine Knieoperation sowie die Miete ausgegeben“, sagte er dazu. Die Zeit im Gefängnis beschreibt er als harten Einschnitt.

Karriere: Die Zahlen hinter der Legende

Becker kam am 22. November 1967 in Leimen zur Welt. 1985 gewann er Wimbledon mit 17 Jahren. Jünger war dort nie ein Sieger. 1986 und 1989 holte er den Titel erneut.

Insgesamt stehen sechs Grand-Slam-Titel in seiner Bilanz. Dazu zählen die US Open 1989 sowie die Australian Open 1991 und 1996. 1991 führte er die Weltrangliste an. 1992 gewann er in Barcelona olympisches Gold im Doppel.

1999 beendete Becker in Wimbledon seine Profikarriere. Danach blieb er dem Sport verbunden. Von 2013 bis 2016 trainierte er Novak Djokovic. In dieser Zeit gewann der Serbe sechs Grand-Slam-Titel. Später betreute Becker für wenige Monate den Dänen Holger Rune.

Boris Becker heute: Mailand, Familie und Mikrofon

Becker lebt seit 2023 in Mailand. Im September 2024 heiratete er Lilian de Carvalho Monteiro in Portofino. Am 21. November 2025 kam die gemeinsame Tochter Zoë Vittoria zur Welt. Für Becker ist sie das fünfte Kind.

Beruflich arbeitet er als Tennisexperte und Kommentator. Er schreibt Bücher und spricht in Podcasts über die Tour. Öffentliche Termine nimmt er regelmäßig wahr. Von einer akuten Erkrankung hat er zuletzt nichts berichtet.

Zum Jahreswechsel 2025/2026 verbrachte die Familie Zeit in Dubai. Danach ging es zurück nach Mailand. Becker zeigt sich in sozialen Netzwerken regelmäßig mit Frau und Tochter. Bilder von Klinikaufenthalten oder Reha gab es zuletzt nicht.

Fazit

Nach allem, was öffentlich belegt ist, hat Boris Becker keine schwere Krankheit. Seine Probleme sitzen in den Gelenken. Zwei künstliche Hüften, ein lädiertes Knie und ein steifes Sprunggelenk begleiten ihn täglich. 2024 kam ein Meniskusriss dazu. Das Basaliom von 2018 wurde entfernt und gilt als erledigt. Wer nach einer dramatischen Diagnose sucht, findet keine. Becker arbeitet, reist und lebt mit seiner jungen Familie in Mailand.

FAQ – Häufige Fragen

Welche Krankheit hat Boris Becker?

Keine. Öffentlich belegt sind orthopädische Spätfolgen seiner Karriere, keine diagnostizierte Krankheit.

Hat Boris Becker Krebs?

2018 ließ er sich ein Basaliom entfernen, eine Form von weißem Hautkrebs. Der Eingriff verlief ambulant. Eine weitere Krebsdiagnose ist nicht bekannt.

Warum geht Boris Becker so auffällig?

Sein rechtes Sprunggelenk ist weitgehend versteift. Dazu kommen zwei Hüftprothesen und ein lädiertes Knie. Das verändert sein Gangbild.

Wie viele künstliche Gelenke hat Boris Becker?

Zwei künstliche Hüftgelenke. Das erste setzten Ärzte 2010 ein, das zweite 2014.

Was ist mit Boris Beckers Ellenbogen?

Becker hat wiederkehrende Schleimbeutelentzündungen. Sie führen zu deutlich sichtbaren Schwellungen am Gelenk.

Wann hat sich Boris Becker den Meniskus gerissen?

2024 bei Dreharbeiten für die Netflix-Show „Bear Hunt“. Er rutschte im Wald aus und beschrieb die Schmerzen als fürchterlich.

Wie groß ist Boris Becker heute?

Nach eigener Aussage 1,85 Meter. Früher maß er nach seinen Angaben etwa 1,93 Meter.

Wie lange saß Boris Becker im Gefängnis?

Rund siebeneinhalb Monate. Er war zu zweieinhalb Jahren verurteilt und kam am 15. Dezember 2022 frei.

Wo lebt Boris Becker heute?

In Mailand. Dort wohnt er seit 2023 mit seiner Frau Lilian und der 2025 geborenen Tochter Zoë.

Wie hoch ist das Vermögen von Boris Becker?

Belastbare Zahlen liegen nicht vor. Kursierende Beträge stammen aus Schätzungen ohne geprüfte Grundlage. Belegt ist die Aufhebung seiner Privatinsolvenz im Mai 2024.

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Quellen

Geschrieben von Clara, Redaktion promiradar.de – sie recherchiert Gesundheits- und Personenthemen und prüft jede Angabe an der Originalquelle.

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