Harald Schmidt heute: Was der Entertainer jetzt macht

Kurzantwort: Harald Schmidt macht kein tägliches Fernsehen mehr, arbeitet aber weiter. Er gehört seit 2007 zum Ensemble des Schauspiels Stuttgart und moderiert dort die „Spielplananalyse“, er spielt den Kreuzfahrtdirektor Oskar Schifferle im ZDF-„Traumschiff“, er ist seit Juni 2021 Gastgeber eines Podcasts bei NDR Info, und er tritt mit eigenen Bühnenprogrammen auf — 2026 unter anderem am 30. Dezember im Theater Bonn.

Als „Die Harald Schmidt Show“ lief, war sie der Fixpunkt des deutschen Late-Night-Fernsehens. Seit dem Ende dieser Ära wird regelmäßig gefragt, was aus ihm geworden ist — meist verbunden mit der Vermutung, er habe sich zurückgezogen.

Das trifft nicht zu. Sein Arbeitsfeld hat sich verschoben, vom Studio auf die Bühne und ins Ensemble eines Staatstheaters. Was davon belegt ist, steht hier.

Wer Harald Schmidt ist

Geboren wurde er am 18. August 1957 in Neu-Ulm. Er arbeitete als Fernsehmoderator, Entertainer, Schauspieler, Kabarettist und Kolumnist. Bekannt wurde er mit „Schmidteinander“ und ab 1995 mit der „Harald Schmidt Show“, die über Jahre den Ton für das späte Fernsehprogramm setzte.

Seine letzte Late-Night-Sendung endete 2014 bei Sky. Danach hat er kein neues Talkformat im linearen Fernsehen mehr übernommen.

Theater als Zentrum seiner Arbeit

Seit 2007 gehört Schmidt dem Ensemble des Schauspiels Stuttgart an. Das ist keine Gastrolle, sondern eine feste Bindung an ein Staatstheater — für einen Fernsehunterhalter ein ungewöhnlicher Schritt, den er über bald zwei Jahrzehnte gehalten hat. 2019 übernahm er eine Sprechrolle in Richard Strauss’ „Ariadne auf Naxos“, außerdem spielte er in Inszenierungen von René Pollesch.

Seit 2019 moderiert er im Stuttgarter Schauspielhaus außerdem die Stand-up- und Interviewreihe „Echt? Schmidt?“. Das bekannteste Format ist inzwischen die „Spielplananalyse“: Schmidt nimmt darin den Spielplan des eigenen Hauses auseinander, satirisch und mit Verweisen auf Kultur, Sport und Politik. Die Ausgabe der Spielzeit 25/26 hatte am 22. Oktober 2025 Premiere im Schauspielhaus; eine „Spielplananalyse Spezial“ mit dem Generalmusikdirektor Cornelius Meister stand für den 26. Juni im Spielplan.

2025 kam eine Opernproduktion hinzu: In „Moskau, Tscherjomuschki“ an der Oper Graz spielte er einen Hausmeister und übernahm zugleich die Moderation.

Bühnenprogramme 2026

Neben dem Theater ist Schmidt mit eigenen Abendprogrammen unterwegs. Für den 30. Dezember 2026 steht er im Theater Bonn mit „Bericht für Bonn — Endgültiges zur Weltlage“ auf dem Spielplan. Das Haus kündigt an, dass er die Themen erst nach Türschluss festlegt, und nennt als Stichworte Sondervermögen, NATO, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Klima.

Solche Abende sind sein zweites Standbein: kein festes Skript, viel Tagesaktualität, Bühne statt Kamera. Im August 2026 war er als Gast in der Gesprächsreihe „Schoog im Dialog“ am Renaissance-Theater in Berlin zu erleben.

Fernsehen: „Das Traumschiff“

Im Fernsehen ist Schmidt weiterhin regelmäßig zu sehen, allerdings als Schauspieler. In der ZDF-Reihe „Das Traumschiff“ spielt er den Kreuzfahrtdirektor Oskar Schifferle. Die Rolle hat er über viele Jahre und Dutzende Folgen behalten.

Zur Kritik an der Reihe hat er sich selbst geäußert: Er und die Crew hätten Spaß an den oft bissigen Kommentaren in sozialen Netzwerken, und mit ihrer Einschätzung lägen die Kritiker meistens richtig. Diese Haltung erklärt, warum die Rolle für ihn kein Bruch mit seiner früheren Arbeit ist.

Podcast bei NDR Info

Seit Juni 2021 ist Schmidt Gastgeber des Podcasts „Raus aus der Depression“ bei NDR Info, gemeinsam mit dem Psychiater Ulrich Hegerl. Das Format begleitet ein gesellschaftliches Thema, für das Schmidt sich seit Jahren engagiert, und läuft außerhalb seiner Unterhaltungsarbeit.

Warum die Frage „Was macht er heute?“ so oft gestellt wird

Schmidts frühere Präsenz war extrem: mehrere Sendungen pro Woche, über Jahre, zur besten Late-Night-Zeit. Wer so sichtbar war und dann aus dem täglichen Programm verschwindet, gilt schnell als verschwunden — auch wenn der Kalender voll ist.

Hinzu kommt, dass Theaterarbeit medial deutlich weniger Reichweite erzeugt als eine Fernsehshow. Eine Premiere in Stuttgart erreicht wenige hundert Menschen pro Abend, seine Sendung erreichte Millionen. Die Arbeit ist nicht weniger geworden, sie findet nur an Orten statt, die keine Einschaltquote produzieren.

Was er nicht mehr macht

Zur Vollständigkeit gehört auch die Gegenrichtung. Ein tägliches oder wöchentliches Talkformat im linearen Fernsehen hat Schmidt seit dem Ende bei Sky nicht mehr übernommen, und Ankündigungen einer solchen Rückkehr gibt es von ihm nicht. Meldungen, die eine neue Show behaupten, stützen sich in der Regel auf Spekulation statt auf eine Senderankündigung.

Wer prüfen will, was tatsächlich ansteht, kommt am schnellsten über die Spielpläne der Häuser weiter, an denen er auftritt, und über die Ankündigungen des ZDF zur „Traumschiff“-Reihe. Dort stehen Termine mit Datum und Titel — die belastbarste Form der Antwort auf die Frage, was er heute macht.

Einordnung

Auf die Frage, was Harald Schmidt heute macht, gibt es eine belegte Antwort: Ensemblemitglied am Schauspiel Stuttgart mit eigener Reihe, Schauspieler im „Traumschiff“, Podcast-Gastgeber bei NDR Info und Solokünstler auf Tournee, mit einem angekündigten Termin im Theater Bonn am 30. Dezember 2026. Eine Rückkehr ins tägliche Fernsehen ist nirgends belegt und von ihm auch nicht angekündigt.

Häufige Fragen

Was macht Harald Schmidt heute?

Er arbeitet am Schauspiel Stuttgart, spielt im ZDF-„Traumschiff“, moderiert einen Podcast bei NDR Info und tritt mit Bühnenprogrammen auf.

Gibt es die „Harald Schmidt Show“ noch?

Nein. Seine letzte Late-Night-Sendung endete 2014 bei Sky.

Spielt er noch im „Traumschiff“ mit?

Ja, als Kreuzfahrtdirektor Oskar Schifferle. Zu den Kommentaren über die Reihe hat er sich zuletzt selbst geäußert.

Was ist die „Spielplananalyse“?

Eine satirische Reihe am Schauspiel Stuttgart, in der Schmidt den Spielplan des Hauses kommentiert. Die Ausgabe 25/26 hatte am 22. Oktober 2025 Premiere.

Wann tritt Harald Schmidt 2026 auf?

Unter anderem am 30. Dezember 2026 im Theater Bonn mit „Bericht für Bonn — Endgültiges zur Weltlage“.

Wie alt ist Harald Schmidt?

Er wurde am 18. August 1957 in Neu-Ulm geboren.

Quellen

Schauspiel Stuttgart: Spielplananalyse 25/26
Theater Bonn: Harald Schmidt 2026
Wikipedia: Harald Schmidt

Geschrieben von Bella, Redaktion promiradar.de — sie prüft Meldungen über bekannte Personen auf ihre Quellenlage und ordnet unbelegte Behauptungen ein.

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