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Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Hansi Kraus, bekannt als „Lümmel“ aus den gleichnamigen Filmen der 1960er-Jahre, erlitt 2012 eine lebensbedrohliche Fournier-Gangrän und musste sich zusätzlich 2023 wegen einer Gürtelrose auskurieren. Beide Erkrankungen sind durch Berichte der Abendzeitung München gut dokumentiert und lassen sich Jahr für Jahr klar auseinanderhalten.
Das Wichtigste in Kürze
- 2012 überlebte Hansi Kraus nur knapp eine Fournier-Gangrän.
- Die Infektion hatte damals eine Sterblichkeitsrate von rund 67 Prozent.
- 2023 erkrankte er zusätzlich an einer Gürtelrose.
- Nach beiden Erkrankungen erholte sich der Schauspieler vollständig.
Die lebensgefährliche Erkrankung von 2012
Wenige Monate vor seinem 60. Geburtstag erkrankte Hansi Kraus im Jahr 2012 an einer Fournier-Gangrän, einer seltenen und gefährlichen Weichteilinfektion durch Streptokokken, die über eine kleine Wunde in den Körper eindringen. Die Erkrankung galt zu dieser Zeit als besonders tückisch, weil die Vergiftung des Gewebes oft zu spät erkannt wird und Antibiotika dann nicht mehr ausreichend wirken. Laut Berichten lag die Sterblichkeitsrate bei rund 67 Prozent.
Wie es zur Diagnose kam
Kraus wachte eines Morgens mit Symptomen auf, die einer Magen-Darm-Grippe ähnelten, dazu kam eine ungewöhnliche Schwellung in der Leistengegend. Nach einem Telefonat mit seinem Heilpraktiker wurde er sofort ins Krankenhaus geschickt. Dort verschlechterte sich sein Zustand rapide. Er erlitt einen septischen Schock und fiel für mehrere Tage in ein künstliches Koma. Seine Familie fürchtete zeitweise um sein Überleben.
Kurzantwort: Hansi Kraus überstand 2012 eine Fournier-Gangrän mit septischem Schock und künstlichem Koma. Er erholte sich vollständig und kehrte in sein gewohntes Leben zurück.
Die Zeit nach dem Koma
Nach seinem Erwachen berichtete Kraus von einer Nahtoderfahrung, bei der er sich zwischen zwei dunklen Tunneln habe entscheiden müssen. Nach eigener Darstellung habe er sich bewusst für das Weiterleben entschieden. Nach der Genesung reduzierte er seinen Alkoholkonsum, um sein Immunsystem zu schonen, betonte aber, dass sich sein Leben ansonsten kaum verändert habe. Seine vollständige Erholung gilt als bemerkenswert, da eine Fournier-Gangrän mit einem derart schweren Verlauf häufig dauerhafte Folgeschäden hinterlässt. Er kehrte in seine Münchner Wohnung im Lehel zurück und blieb dem Schauspiel und dem Theater treu, ohne seinen Alltag grundlegend umzustellen.
Die Gürtelrose im Oktober 2023
Elf Jahre nach der ersten schweren Erkrankung traf es den damals 71-jährigen Schauspieler erneut. Im Oktober 2023 diagnostizierten Ärzte bei ihm eine Gürtelrose, ausgelöst durch Varizella-Zoster-Viren. Die Erkrankung äußert sich typischerweise durch starke Schmerzen und einen Hautausschlag mit Bläschen auf einer Körperseite. Kraus musste anstehende Termine absagen, darunter eine geplante Theaterpremiere an der Iberl Bühne am 17. Oktober. Für einen 71-jährigen Menschen zählt eine Gürtelrose zwar zu den ernstzunehmenden, aber in der Regel gut behandelbaren Erkrankungen.
| Jahr | Erkrankung | Verlauf |
|---|---|---|
| 2012 | Fournier-Gangrän | Septischer Schock, künstliches Koma, vollständige Genesung |
| 2023 | Gürtelrose | Bettruhe, Absage von Terminen, komplikationslose Heilung |
Kurzantwort: Die Gürtelrose von 2023 verlief nach Angaben der Abendzeitung glücklicherweise ohne Komplikationen, anders als die lebensbedrohliche Erkrankung von 2012.
Wer sich um ihn kümmerte
Während der Gürtelrose-Erkrankung pflegte ihn seine Ehefrau Barbara, die als Homöopathin arbeitet. Auf ärztliche Anweisung musste Kraus konsequent Bettruhe einhalten, bis die Symptome abklangen. Der Artikel der Abendzeitung München vermerkte ausdrücklich, dass die Erkrankung glücklicherweise ohne weitere Probleme verheilte, was angesichts seiner Vorgeschichte eine erleichternde Nachricht für seine Fans war. Eine geplante Premiere am 17. Oktober 2023 an der Iberl Bühne musste er deshalb absagen.
Seine Karriere neben den Krankheiten
Hansi Kraus wurde in den 1960er-Jahren als jugendlicher Filmstar bekannt und spielte in über 35 Kinofilmen mit, darunter an der Seite von Theo Lingen, Peter Alexander und Harald Juhnke. Nach dem Ende seiner Karriere als Kinderstar mit etwa 20 Jahren studierte er Design und ließ sich zum Erzieher ausbilden. Später kehrte er zur Schauspielerei zurück und blieb dem Theater und gelegentlichen Auftritten treu, auch nach seinen beiden schweren Erkrankungen. In seiner aktiven Zeit als Filmstar verdiente er nach eigenen Angaben bis zu 35.000 Mark pro Film, eine für die damalige Zeit außergewöhnlich hohe Summe für einen jugendlichen Darsteller. Über sich selbst sagte er einmal, er sei nicht sonderlich ehrgeizig und eher bequem veranlagt, was seine ruhige Reaktion auf beide Krankheitsepisoden erklären dürfte.
Fazit
Hansi Kraus überstand mit der Fournier-Gangrän 2012 eine der gefährlichsten Weichteilinfektionen überhaupt und mit der Gürtelrose 2023 eine deutlich harmlosere, aber schmerzhafte Erkrankung. Beide Episoden sind durch verlässliche Medienberichte dokumentiert. Heute gilt er als vollständig genesen und bleibt seinem Publikum als Münchner Original erhalten. Seine offene Art, über beide Erkrankungen zu sprechen, unterscheidet ihn von vielen anderen Prominenten, die solche Themen lieber verschweigen und gegenüber der Presse grundsätzlich Stillschweigen bewahren.
FAQ – Häufige Fragen
Welche Krankheit hatte Hansi Kraus 2012?
Er erkrankte an einer Fournier-Gangrän, einer seltenen und lebensgefährlichen Weichteilinfektion.
Ist Hansi Kraus an der Fournier-Gangrän fast gestorben?
Ja, er erlitt einen septischen Schock und lag mehrere Tage im künstlichen Koma.
Welche Krankheit hatte Hansi Kraus 2023?
Im Oktober 2023 wurde bei ihm eine Gürtelrose diagnostiziert.
Wie verlief die Gürtelrose bei Hansi Kraus?
Die Erkrankung heilte nach Bettruhe und ärztlicher Behandlung ohne Komplikationen aus.
Wer pflegte Hansi Kraus während seiner Krankheit?
Seine Ehefrau Barbara, die als Homöopathin arbeitet, kümmerte sich um ihn.
Wie alt ist Hansi Kraus heute?
Er wurde 1952 geboren und ist im Jahr 2026 damit über 70 Jahre alt.
Wofür ist Hansi Kraus bekannt?
Er wurde in den 1960er-Jahren als „Lümmel von der ersten Bank“ und Lausbub berühmt.
Hat Hansi Kraus nach seiner Erkrankung weitergearbeitet?
Ja, er blieb dem Theater und gelegentlichen Auftritten auch nach beiden Erkrankungen treu.
Was ist eine Fournier-Gangrän?
Es handelt sich um eine seltene, durch Bakterien ausgelöste Weichteilinfektion mit hoher Sterblichkeitsrate ohne schnelle Behandlung.
Was ist eine Gürtelrose?
Gürtelrose ist eine durch Varizella-Zoster-Viren ausgelöste Hauterkrankung mit Schmerzen und Bläschenausschlag auf einer Körperseite.
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Quellen
- Abendzeitung München: Hansi Kraus ist krank, Gürtelrose
- Abendzeitung München: Hansi Kraus, der Lümmel wird 60

Jonas schaut mehr Fernsehen, als er zugibt, und schreibt darüber, was aus bekannten Gesichtern geworden ist. Nur mit Belegen, nie mit Gerüchten.

