Carmen Böhning heute: Das Leben der Roy-Black-Partnerin

Kurz gesagt: Carmen Böhning war die langjährige Lebensgefährtin des Schlagersängers Roy Black und ist die Mutter seiner Tochter. Nach seinem Tod 1991 zog sie sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Heute arbeitet sie handwerklich-künstlerisch und betreibt in Witten eine kleine Werkstatt für Holzarbeiten.

Sie hätte den Namen Roy Black jahrzehntelang vermarkten können. Sie hat es nicht getan.

Die Beziehung zu Roy Black

Roy Black, bürgerlich Gerhard Höllerich, gehörte zu den erfolgreichsten deutschen Sängern der 1960er- und 1970er-Jahre. Die Beziehung zu Carmen Böhning begann in den 1970er-Jahren und hielt rund 13 Jahre.

Aus der Verbindung ging eine gemeinsame Tochter hervor.

Anfang Oktober 1991 – während der Dreharbeiten zu Ein Schloss am Wörthersee – trennte er sich von ihr. Wenige Tage später, am 9. Oktober 1991, starb er im Alter von 48 Jahren an Herzversagen.

Der Rückzug

Nach seinem Tod hielt Carmen Böhning sich und ihre Tochter konsequent aus den Medien heraus: keine Interviews, keine Auftritte, keine Vermarktung des Erbes.

Erst zum 25. Todestag von Roy Black gaben Mutter und Tochter gemeinsam ein Interview – nach einem Vierteljahrhundert Schweigen.

Was sie heute macht

Heute arbeitet sie mit Holz. Unter dem Namen Carmen Böhning Wood-Art fertigt sie in Witten Einzelstücke und Kleinserien; über eine eigene Seite zeigt sie Arbeiten aus ihrer Werkstatt.

Mit dem Schlagergeschäft hat das nichts zu tun – und genau das scheint der Punkt zu sein.

Warum über sie so wenig bekannt ist

Sie war nie selbst Künstlerin des öffentlichen Lebens, sondern wurde es durch die Beziehung. Wer sich in einer solchen Lage zurückzieht, hinterlässt wenige belastbare Quellen – das meiste, was kursiert, stammt aus Boulevardberichten der frühen 1990er-Jahre.

Auf einen Blick

Bekannt als: langjährige Lebensgefährtin von Roy Black

Beziehung: rund 13 Jahre, ab den 1970er-Jahren

Kinder: eine gemeinsame Tochter

Heute: Holzwerkstatt in Witten

Wer Roy Black war

Roy Black hieß bürgerlich Gerhard Höllerich und wurde am 25. Januar 1943 in Straubing geboren. Seinen Künstlernamen wählte er zu Beginn seiner Laufbahn, als er noch Beatmusik spielte. Bekannt wurde er ab Mitte der 1960er Jahre mit deutschsprachigen Schlagern.

Zu seinen bekanntesten Titeln gehören Du bist nicht allein aus dem Jahr 1965 und Ganz in Weiß aus dem Jahr 1966. Beide standen wochenlang an der Spitze der deutschen Verkaufslisten. Später folgten Filme und Fernsehauftritte.

Eine zweite Karrierephase brachte ihm ab 1990 die Fernsehserie Ein Schloß am Wörthersee. Sie erreichte ein Millionenpublikum und machte ihn einer jüngeren Generation bekannt. Er starb am 9. Oktober 1991 im oberbayerischen Heldenstein.

Warum das Privatleben geschützt bleibt

Menschen, die nicht selbst öffentlich auftreten, genießen in Deutschland einen weitreichenden Schutz ihrer Privatsphäre. Grundlage sind das allgemeine Persönlichkeitsrecht aus dem Grundgesetz und das Kunsturhebergesetz. Eine Beziehung zu einer bekannten Person begründet für sich genommen kein öffentliches Interesse.

Der Pressekodex des Deutschen Presserats verlangt zusätzlich besondere Zurückhaltung bei Angehörigen, insbesondere bei Kindern. Berichte über sie sind nur zulässig, wenn ein überwiegendes öffentliches Interesse besteht. Bloße Neugier reicht dafür nicht aus.

Aus diesem Grund enthält dieser Text keine Angaben zu Wohnort, Beruf oder Familienverhältnissen, die nicht von den Betroffenen selbst öffentlich gemacht wurden. Was im Netz darüber hinaus kursiert, ist häufig ungeprüft. Es wird hier bewusst nicht wiedergegeben.

Wie Falschinformationen entstehen

Über Personen aus dem Umfeld bekannter Künstler kursieren im Netz zahlreiche Seiten, die Angaben voneinander abschreiben. Häufig werden Geburtsdaten, Wohnorte und Berufe frei erfunden oder aus Verwechslungen übernommen. Eine Quelle wird dabei praktisch nie genannt.

Solche Texte entstehen zunehmend automatisiert und sind an ihrer gleichförmigen Struktur zu erkennen. Sie beantworten scheinbar jede Frage, ohne eine Grundlage zu haben. Wer nachprüft, findet meist nichts.

Verlässlich sind allein Angaben aus Interviews der Betroffenen, aus Archiven etablierter Medien und aus offiziellen Nachlassverwaltungen. Für vieles gibt es diese Quellen schlicht nicht. Dann bleibt die Antwort offen.

Wo belegte Informationen zu finden sind

Zur Person Roy Black liegen mehrere Biografien vor, außerdem Archive des Bayerischen Rundfunks und Beiträge zu seinem Todestag. Diese Quellen sind geprüft und nennen ihre Belege. Sie beschränken sich auf seine öffentliche Tätigkeit.

Für alles Weitere gilt: Wer nichts veröffentlicht, hat das Recht dazu. Diesen Wunsch zu respektieren ist keine Lücke in der Berichterstattung. Es ist die rechtlich gebotene Zurückhaltung.

Wie sich Falschangaben prüfen lassen

Wer eine Angabe im Netz überprüfen möchte, sucht zuerst nach der ursprünglichen Quelle: ein Interview, ein Archivbeitrag, eine amtliche Veröffentlichung. Findet sich nur eine Kette von Seiten, die aufeinander verweisen, fehlt der Beleg. Fachleute nennen das eine Zirkelquelle.

Hilfreich ist außerdem die Suche nach dem ältesten Auftreten einer Angabe. Häufig zeigt sich, dass eine Zahl aus einem einzigen Beitrag stammt und seither weitergereicht wird. Ihre Verbreitung sagt nichts über ihre Richtigkeit.

Bei Personen ohne öffentliches Auftreten führt diese Prüfung fast immer ins Leere. Das ist kein Versäumnis der Recherche. Es ist die Folge eines geschützten Privatlebens.

Was der Presserat dazu sagt

Der Deutsche Presserat behandelt Beschwerden über Verletzungen der Privatsphäre und veröffentlicht seine Entscheidungen. Rügen ergehen regelmäßig bei Berichten über Angehörige bekannter Personen ohne eigenen öffentlichen Auftritt. Die Spruchpraxis ist frei einsehbar.

Für Betroffene gibt es außerdem den Weg über eine Gegendarstellung oder eine Unterlassungsaufforderung. Beides ist an Fristen gebunden. Eine anwaltliche Beratung ist dafür üblich.

Häufige Fragen

War Carmen Böhning mit Roy Black verheiratet?

Sie war seine langjährige Lebensgefährtin und die Mutter seiner Tochter.

Wann starb Roy Black?

Am 9. Oktober 1991 im Alter von 48 Jahren an Herzversagen.

Was macht sie heute?

Sie arbeitet handwerklich mit Holz und betreibt eine Werkstatt in Witten.

Warum ist so wenig über sie bekannt?

Weil sie sich nach 1991 bewusst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat.

Quellen

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